Verwendung

Kunst und Kunsthandwerk

In der Bildhauerei sowie für die Herstellung von Skulpturen werden kompakte farbige Steine bevorzugt. Sie sind leicht bearbeitbar und gut polierbar. Für die grobe Formgebung werden meist die gleichen Werkzeuge wie für die Holzbearbeitung (Schnitzmesser, Säge, Raspel, Feile etc.) benutzt, und auch der Feinschliff ist mit handelsüblichen Mitteln wie Schleifpapier, Stahlwolle und Polierpaste möglich. Um einen dauerhaften Glanz zu erhalten, werden die fertigen Werkstücke meist abschließend mit Wachs oder Öl poliert, was gleichzeitig die Oberfläche versiegelt.

Da der Stein sehr weich ist, lässt er sich gut formen. Er ist somit sehr gut einsetzbar in der Kunsttherapie. Speckstein vermittelt trotz seiner Weichheit Beständigkeit und Widerstand. Der Patient kann sich neu finden und Kontinuität in seinen Willen bringen. Das Ergebnis überrascht und gibt neuen Mut.

Die Vorgehensweise zum Erstellen der Steine ist unterschiedlich. Üblicherweise wird jedoch die Rohform des Steines betrachtet und aus ihr eine Form erdacht, die anschließend vom Künstler verfeinert wird. Aus Rohform und Interpretation des Künstlers wird somit das fertige Werk.

Industrie

Industriell wird gemahlener Speckstein (Talkum) in der Glas-, Farben- und Papierindustrie, als Schmiermittel, Scheuermittel, Trennmittel in Kabeln und zwischen Reifen und Schlauch, Grundstoff für Kosmetika, Pharmaka, Babypuder, Körperpuder, in der Lebensmittelindustrie sowie in der Kunststoff-, Keramik-, Porzellan- und Autoindustrie verwendet.

Aus Speckstein wurden früher auch Isolatoren und Schalttafeln gefertigt.
Für mechanisch und thermisch hoch belastete Isolatoren, wie Fußpunktisolatoren für selbststrahlende Sendemasten, Sicherungen oder Freileitungsisolatoren wird jedoch das im wesentlichen aus gemahlenem Speckstein gebrannte Steatit - eine Technische Keramik - verwendet.

Handwerk

Aus finnischem und brasilianischem Speckstein werden bevorzugt Specksteinöfen gefertigt, die sich durch eine außerordentlich lange Wärmespeicherfähigkeit auszeichnen. Diese Specksteine sind hart und zum plastischen Gestalten ungeeignet. Wegen seiner Wärmebeständigkeit wird Speckstein seit der Antike auch für Kochgeschirr verwendet. Auch deutsche Hersteller bieten mittlerweile eine große Auswahl an Specksteinöfen.

Im Südalpenraum gibt es einige kleine handwerkliche Firmen, die jenseits der Kamin-Filialisten eigene Ofen-Kreationen von gutem Design und mit regionalem Material herstellen.



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